Du hast eine neue Tauchpumpe gekauft oder willst deine alte wieder anschließen. Dann stellst du manchmal fest, dass der Schlauch nicht passt. Oder das Gewinde sitzt lose und am Ende tropft es. Solche Probleme sind häufig bei Gartenpumpen, Schmutzwasserpumpen im Keller oder bei Brunnenpumpen. Besonders ärgerlich ist es, wenn du nicht sicher bist, welche Norm hinter dem Gewinde steckt. Das führt zu Fehlkäufen, Zeitverlust und undichten Verbindungen.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du gängige Anschlussgewinde bei Tauchpumpen erkennst. Du lernst die Unterschiede zwischen metrischen und zölligen Gewinden kennen. Du erfährst, welche Rolle die Gewindeform für die Dichtung spielt. Und du bekommst praktische Hinweise, wie du passende Dichtungen oder Adapter auswählst. Das Ziel ist, dass du die richtige Verbindung sicher und ohne Leckagen herstellst.
Der Rest des Artikels erklärt die relevanten Normen und die typischen Größen. Ich stelle Dichtungslösungen vor und gebe Tipps zu Adaptern, Werkzeug und Messmethoden. Am Ende kannst du gezielt prüfen, welches Gewinde deine Pumpe hat und welche Teile du brauchst, um alles dicht und dauerhaft zu montieren.
Übliche Anschlussgewinde im Vergleich
Welche Gewindeart deine Tauchpumpe hat, entscheidet über die Dichtung und über die Verbindungen. Falsche Gewindetypen führen zu Undichtigkeiten oder zu vermeidbarem Aufwand beim Einkauf. In vielen Fällen reicht ein einfacher Adapter. In anderen Fällen brauchst du eine passende Dichtung oder sogar eine andere Abgangsbuchse. Nachfolgend findest du die gängigen Normen, typische Nennweiten und Hinweise zur Abdichtung. So kannst du einfacher prüfen, was an deiner Pumpe verbaut ist und welche Teile du brauchst.
| Gewindeart/Norm |
Bezeichnung |
Typische Nennweiten (Beispiele) |
Übliche Anwendungen |
Dichtungs-/Anschlusshinweis |
| BSPP / G (parallel) |
G, oft als BSPP bezeichnet (ISO 228) |
G 1/2, G 3/4, G 1, G 1 1/4 |
Viele Gartenpumpen, Hauswasser, Brunnen |
Parallelgewinde. Benötigt Dichtung wie O-Ring oder Flachdichtung. Gewinde dichtet nicht selbst. |
| BSPT / R (konisch) |
R, BSPT (konisch, ISO 7) |
R 1/2, R 1, R 1 1/4 |
Industrie, alte Installationen, einige Abwasserpumpen |
Konisches Gewinde. Dichtet oft mechanisch. Zusätzlich PTFE-Band möglich. |
| NPT (US, konisch) |
NPT (ANSI/ASME B1.20.1) |
1/2″, 3/4″, 1″ |
Pumpen aus den USA, Ersatzteile, Exportgeräte |
Konisch. Formschlüssig, oft zusätzlich mit Dichtband oder Dichtmittel abdichten. |
| ISO-metrisch (feingewinde) |
M-Gewinde (ISO 261/262) |
M20x1.5, M24x1.5 (bei Sensoren, Verschraubungen) |
Druckschalter, Sensoren, Kabelverschraubungen an Pumpen |
Metrisch ist keine Rohrgewinde-Norm. Dichtung meist mit O-Ring oder Flachdichtung. |
| Spezial- und Schlauchanschlüsse |
Hose barb, BSP-Adapter, Gardena-Adapter |
1″, 1 1/4″, 1 1/2″ Schlauchstutzen |
Schmutzwasserpumpen, mobile Gartenpumpen |
Klemmen oder Schellen. Bei Übergang zu Rohrgewinde Adapter verwenden. |
Kompatibilität und Adapter
Innen- und Außengewinde müssen vom Typ her übereinstimmen. Ein paralleles Innengewinde passt nicht dicht an ein konisches Außengewinde. Bei Mischungen brauchst du einen passenden Adapter. Adapter sind nötig, wenn Zoll- und metrische Normen aufeinandertreffen. Auch konisch versus parallel erfordert oft spezielle Übergangsstücke. Wenn du unsicher bist, miss Außendurchmesser und Steigung oder vergleiche mit Herstellerangaben. Ein Thread-Gauge hilft bei der Bestimmung.
Kurze Empfehlung: In Europa sind G/BSPP sehr häufig. Prüfe zuerst auf diese Norm. Bei konischen Gewinden nutze PTFE-Band oder Dichtmittel. Bei parallelen Gewinden setze O-Ringe oder Flanschdichtungen ein. Adapter sind die einfache Lösung, aber baue sie nur ein, wenn Material und Durchfluss passen.
Entscheidungshilfe für die Wahl des Anschlussgewindes
Bevor du eine Verbindung baust oder einen Adapter kaufst, kläre ein paar Punkte. Die richtige Entscheidung spart dir Zeit und vermeidet Lecks. Die folgenden Fragen helfen dir, die passende Lösung zu finden. Die Erklärungen zeigen, wie jede Antwort deine Wahl beeinflusst.
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Welche Rohr- oder Schlauchanschlüsse sind bereits vorhanden?
Miss den Außendurchmesser und die Gewindesteigung. Vergleiche mit den Herstellerangaben. Wenn du einen Gartenschlauch mit 3/4-Zoll-Anschluss hast, ist oft G 3/4 oder ein Gardena-Adapter die beste Wahl. Bei Rohrinstallationen schaue nach BSPP/G oder R/BSPT. Ist der Anschluss metrisch, brauchst du M-Gewinde oder passende Adapter.
Welche Dichtigkeit und Belastung wird erwartet?
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Bei niedriger Belastung reicht ein Adapter oder Schlauchstutzen. Bei hohem Druck oder häufigem Ein- und Ausbau ist eine feste, kompatible Kupplung besser. Konische Gewinde wie NPT oder R dichten oft selbst. Parallele Gewinde wie G/BSPP benötigen eine separate Dichtung. Bei kritischen Anwendungen setze auf wenige Verbindungen und feste Dichtungen.
Welche Normen und Materialien sind akzeptabel?
Prüfe, ob du Zoll- oder metrische Normen akzeptieren kannst. Achte auf Materialverträglichkeit. Messing, Edelstahl und Kunststoff verhalten sich unterschiedlich bei Chemikalien und Abrieb. Ein Adapter aus Kunststoff kann den Durchfluss einschränken. Adapter sind praktisch. Sie erhöhen aber die Leckgefahr und können mechanisch schwächer sein.
Fazit und praktische Empfehlungen
Adapter sinnvoll, wenn die Gewindetypen einmalig oder temporär unterschiedlich sind und Durchfluss sowie Druck passen. Austausch der Kupplung ratsam, wenn du oft trennst, hohe Drücke vorkommen oder Schmutzpartikel im Medium sind. Verwende PTFE-Fadenband oder Dichtmittel bei konischen Gewinden. Bei G/BSPP setze O-Ringe oder Flachdichtungen ein. Wenn du unsicher bist, miss das Gewinde mit einer Schieblehre oder Thread-Gauge und schau in die Pumpenunterlagen.
Anwendungsfälle und praktische Lösungen
Im Alltag und auf der Baustelle treffen verschiedene Anschlussgewinde aufeinander. Je nach Einsatz ändert sich die Anforderung an Dichtung, Material und Verbindung. Die folgenden Beispiele zeigen typische Situationen und geben konkrete Handlungsempfehlungen. So siehst du schnell, welches Gewinde häufig vorkommt und welche Lösung praktisch ist.
Haus- und Gartenbewässerung mit Gartenschläuchen
Du stellst eine Tauchpumpe in die Regentonne und willst deinen Gartenschlauch anschließen. In Europa sind hier oft G 3/4 oder Gardena-kompatible Kupplungen üblich. Pumpschnittstellen haben manchmal einen Gewindeabgang in G oder einen Schlauchstutzen. Die einfache Lösung ist ein Adapter von Gewinde auf Schlauchstutzen. Bei Schlauchverbindung nutze eine Schelle. Bei Gewindeverbindung setze eine Flachdichtung oder einen O-Ring ein. Bei temporären Verbindungen sind Kunststoffadapter praktisch. Bei längerem Einsatz empfehle ich Messing- oder Edelstahladapter.
Anschluss an Regenwassertanks
Beim Regenwassertank sind Bauteile oft fest verschraubt und langlebig. Viele Installationen verwenden G/BSPP oder konische Rohrgewinde wie R. Wichtig ist hier eine zuverlässige Dichtung. Parallele Gewinde brauchen O-Ringe oder flache Dichtungen. Konische Gewinde dichten oft mit PTFE-Band zusätzlich gut ab. Achte auf Materialkombinationen. PVC-Tanks vertragen keine starke mechanische Belastung durch harte Metallverschraubungen. Verwende unter einer Metallmuffe eine Kunststoffunterlage oder speziellen Dichtring.
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Abwasser- und Schmutzwasserpumpen
Schmutzwasserpumpen haben große Durchgänge und oft Schlauchstutzen oder spezielle Gewinde in Zollgrößen. Hier zählt Robustheit und die Möglichkeit, Schmutzpartikel passieren zu lassen. Häufig sind Schlauchstutzen mit Schellen oder flanschähnliche Anschlüsse verbaut. Bei Übergang auf Rohrleitungen nutze robuste Adapter mit glatten Innenflächen. Bei hohen Partikelanteilen vermeide enge Reduktionen. Wenn die Pumpe einen Gewindeabgang hat, prüfe ob es sich um BSPT oder NPT handelt. Konische NPT-Verbindungen können mit PTFE-Band sicher gemacht werden.
Industrielle Anwendungen und Pooltechnik
In Industrie und Poolanlagen sind Normen und Werkstoff wichtig. Hier kommen oft BSPP/G, NPT, metrische Flansche oder genormte Flanschverbindungen zum Einsatz. In Pooltechnik sind Edelstahl und korrosionsbeständige Dichtungen Standard. Bei höheren Drücken und Dauerbetrieb lohnt sich eine feste Flanschverbindung. Für Mess- und Regeltechnik an der Pumpe findest du oft metrische M-Gewinde. Diese dichten mit O-Ring oder Dichtring.
Praktische Tipps für Heimwerker und Profis
Miss zuerst Durchmesser und Steigung. Verwende eine Schieblehre oder ein Gewindelehre-Set. Bei konischen Gewinden ist PTFE-Fadenband hilfreich. Bei parallelen Gewinden nutze passende O-Ringe oder Flanschdichtungen. Setze Edelstahlklemmen bei Schlauchverbindungen ein. Wäge Materialverträglichkeit ab. Adapter sind praktisch für einmalige Lösungen. Bei häufigem Trennen tausche lieber die Kupplung gegen eine dauerhafte Lösung.
Fazit: Erkenne zuerst das Gewinde. Wähle Dichtung und Material nach Einsatz. Adapter erleichtern die Montage. Bei hoher Belastung oder Dauerbetrieb plane eine feste, direkte Verbindung.
Häufige Fragen zu Anschlussgewinden bei Tauchpumpen
Wie erkenne ich mein Gewinde?
Miss den Außendurchmesser bei Außen- oder den Innendurchmesser bei Innengewinden mit einer Schieblehre. Bestimme die Steigung in Millimetern oder die Gewindegänge pro Zoll mit einer Gewindelehre. Schau, ob das Gewinde konisch oder parallel ist. Ein Thread-Gauge hilft zuverlässig bei der Zuordnung zu Normen wie BSPP, BSPT oder NPT.
Sind NPT und BSP kompatibel?
Nein, NPT und BSP sind nicht direkt kompatibel. Sie unterscheiden sich in Form, Winkel und Steigung. Konische NPT-Gewinde dichten anders als parallele BSPP-Gewinde. Verwende für den Übergang einen passenden Adapter und prüfe die Dichtungslösung.
Welche Dichtung ist nötig?
Bei parallelen Gewinden wie BSPP/G dichtet das Gewinde nicht selbst. Hier brauchst du O-Ringe oder Flachdichtungen. Konische Gewinde wie BSPT oder NPT dichten oft mechanisch, zusätzlich kannst du PTFE-Fadenband oder Dichtmittel einsetzen. Für Schlauchverbindungen nutze Schellen und passende Schlauchmanschetten.
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Wann brauche ich einen Adapter?
Du brauchst einen Adapter, wenn Gewindeart oder Größe nicht zusammenpassen. Adapter sind sinnvoll bei einmaligen oder temporären Lösungen. Bei häufigem Trennen, hohem Druck oder Schmutzwasser ist oft ein dauerhafter Austausch der Kupplung besser. Achte bei Adaptern auf Material, Strömungsquerschnitt und Dichtung.
Wie messe ich Größen richtig, damit ich das passende Teil kaufe?
Miss zuerst den Durchmesser mit einer Schieblehre. Bestimme dann die Steigung in mm oder die Gänge pro Zoll mit einer Gewindelehre. Vergleiche die Werte mit einer Normtabelle oder dem Pumpenhandbuch. Wenn du unsicher bist, mach ein Foto und frag den Hersteller oder den Fachhandel.
Technische Hintergründe zu Anschlussgewinden
Gutes Grundwissen hilft dir, Fehler beim Anschluss zu vermeiden. Gewinde entscheiden, ob eine Verbindung mechanisch hält und ob sie dicht ist. Im Folgenden erkläre ich die wichtigsten Unterschiede einfach und praktisch.
Parallele versus konische Gewinde
Parallele Gewinde behalten den gleichen Durchmesser über die Länge. Sie dichten nicht durch das Gewinde. Deshalb brauchst du eine Dichtung am Flansch oder einen O-Ring. Konische Gewinde verjüngen sich. Beim Eindrehen entsteht eine formschlüssige Abdichtung. Konische Gewinde können zusätzlich mit Dichtband verstärkt werden.
BSPP/G, BSPT/R, NPT und metrische Gewinde
BSPP/G sind parallele Rohrgewinde nach ISO 228. Sie sind in Europa weit verbreitet. BSPT/R sind konisch und folgen ISO 7. Sie dichten über Formschluss. NPT ist die US-Norm für konische Gewinde (ANSI/ASME B1.20.1) und wird bei Importpumpen oft gefunden. Metrische Gewinde wie M20x1.5 sind keine Rohrgewinde. Sie kommen bei Sensoren und kleinen Verschraubungen vor.
Warum es Normen gibt
Normen sorgen dafür, dass Teile verschiedener Hersteller zusammenpassen. Sie reduzieren Fehlkäufe. Sie legen Maße und Steigung fest. So weißt du, welches Ersatzteil du brauchst.
Dichtungsprinzipien kurz erklärt
PTFE-Fadenband wird vor allem bei konischen Gewinden verwendet. Es füllt kleine Zwischenräume und verhindert Leckagen. Flachdichtungen und O-Ringe sitzen bei parallelen Gewinden in einer Fläche und sorgen für Abdichtung. Dichtscheiben sind dünn und werden bei Flanschverbindungen eingesetzt.
Materialfragen
Messing ist korrosionsbeständig und leicht zu bearbeiten. Edelstahl ist mechanisch stabil und ideal bei aggressiven Medien. Kunststoff ist preiswert und leicht, aber weniger belastbar. Achte auf galvanische Effekte, wenn du Metallarten mischst. Bei Kunststoffteile vermeide Überdrehen.
Praktische Merkmale zur Erkennung
Miss den Außendurchmesser mit einer Schieblehre. Bestimme die Steigung mit einer Gewindelehre. Schau, ob das Gewinde zum Ende hin dünner wird. Wenn ja, ist es wahrscheinlich konisch. Wenn das Ende plan abschließt, ist es oft parallel. Nutze diese Hinweise zusammen mit Herstellerangaben, bevor du Anpassungen oder Dichtungen wählst.
Glossar wichtiger Begriffe
BSPP / G
Das ist ein paralleles Rohrgewinde nach ISO 228, häufig in Europa. Es hat einen konstanten Durchmesser und dichtet nicht durch das Gewinde. Bei solchen Anschlüssen brauchst du meist eine Flachdichtung oder einen O-Ring.
NPT
NPT ist die US-Norm für konische Rohrgewinde (ANSI/ASME B1.20.1). Die Abdichtung entsteht durch die konische Form beim Eindrehen. Bei NPT empfiehlt sich zusätzlich PTFE-Fadenband oder Dichtmittel für sichere Verbindungen.
Konisches Gewinde
Ein konisches Gewinde verjüngt sich zur Spitze hin. Beim Eindrehen entsteht ein formschlüssiger Abschluss, der oft selbst dichtet. Typische Beispiele sind BSPT/R und NPT.
Paralleles Gewinde
Parallele Gewinde behalten über die Länge denselben Durchmesser. Sie dichten nicht von allein. Du erkennst sie am plan abschließenden Ende und musst eine Dichtung ansetzen.
Dichtungstypen
Wichtige Dichtungen sind PTFE-Fadenband, O-Ringe und Flachdichtungen. PTFE füllt Spalten bei konischen Gewinden, O-Ringe und Flachdichtungen dichten bei parallelen Verbindungen. Wähle das Material passend zum Medium, zum Beispiel EPDM für Wasser oder Viton für Öle und Chemikalien.
Nennweite / DN
Die Nennweite, oft als DN angegeben, beschreibt die genormte Rohrgröße und nicht exakt den Außen- oder Innendurchmesser. Sie hilft bei der Auswahl von Rohr- und Flanschteilen. Vergleiche DN-Angaben mit Herstellerangaben, bevor du Adapter oder Kupplungen kaufst.